Leben

Mittwoch, 15. Juni 2011

Stöckchenspiele

Mal ein Wortspiel: Stöckchenspiele....

Wenn ich meine Tochter vom Kindergarten abhole, kürzen wir unseren Heimweg ab und durchqueren den Park. Der Fußweg am Teich ist nur sehr schmal, doch Sophia liebt ihn natürlich wegen der Enten. Mindestens drei Mal in der Woche begegneten wir zur gleichen Zeit demselben Spaziergänger, der einen Riesenhund an einer knappen Leine führte.

Jedes Mal mussten wir ihm ausweichen und wateten dabei durch kniehohe Brennnesseln und knorrige Äste. Nicht ein einziges Mal wich er uns aus, sondern blickte sogar demonstrativ in eine andere Richtung. Sophia fürchtete sich vor dem Tier. Letztendlich wollte sie nicht mehr dort hergehen, was für uns einen Umweg von zwanzig Minuten bedeutet hätte. „Sophia, heute gehen wir noch einmal durch den Park, und wir werden ein lustiges Spielchen machen. Wenn du danach immer noch Angst hast, verspreche ich dir, dass wir später nie wieder am Teich vorbei gehen werden.“ Sophia ließ sich darauf ein. Als der Bursche mit dem Hund wieder näher kam, brach ich ein Stöckchen ab und gab es Sophia. „Nun wirf es mal soweit wie du kannst ins Wasser!“ Was soll ich sagen? Ich fand das Spiel sehr amüsant.

Besonders weil der Hundeführer die Leine nicht los ließ, im Wasser strauchelte und bäuchlings in die schlammige Brühe fiel. Auch Hund und Kind fanden die Angelegenheit sehr spaßig und hätten das Spiel auf Verlangen noch weiter fortgesetzt. Jedoch blieb es der einzige und letzte Wurf; nie wieder sind wir den beiden am Teich begegnet.

Ansonsten suche ich Spiele eher dort...

Sonntag, 12. Juni 2011

Heute

Heute war ein trauriger Tag. Ich habe einem wundervollen Menschen sehr wehtun müssen. Ein sagenhafter Mensch hat heute meinetwegen lange geweint. Es sind Tränen geflossen. Meine Schulter war ganz nass. Es tat weh, ihn so leiden zu sehen. Aber heute war der Tag, an dem es nicht mehr anders ging. An dem es nicht mehr aufzuhalten war. Heute war der Tag, der alles beendete. Heute habe ich es beendet. Heute habe ich ihn beendet. Er kann nicht mehr. Er zerbricht.

Die Gefühle, sie sind weg. Einfach weg. Vom Verliebtsein haben sie sich zur Freundschaft gewandelt. Heute war der Tag, an dem ich es nicht mehr verstecken konnte. An dem ich ihm nichts mehr vorspielen konnte. Es tut mir leid. Es tut ihm weh. Er tut mir leid. Er ist ein wundervoller Mensch. Wenn ich könnte, würde ich auf einen Knopf drücken, meine Gefühle wieder ihm zuwenden, meine Liebe einfach wieder anschalten. Doch es geht nicht.

Heute war der Tag, der alles veränderte. Der alles verändern wird. Und ich hoffe still, dass es keine Tage mehr geben wird, die so sind wie Heute.

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